Freitag, 24. Juni 2016

Eine Lotte für die Motte

Als ich die Lotte bei Pinterst das erste Mal gesehen habe, wußte ich, die muß ich für meine kleine Prinzessin nähen. Dann habe ich aber doch noch ne Weile gebraucht, weil ich mich einfach nicht für Stoff entscheiden konnte.
Ich nutze ja echt gern Stoffe von abgelegten Sachen und die stapeln sich dann hier und es wird immer mehr und irgendwie verliert man dann die Übersicht. Und ein klein wenig bin ich schon neidisch auf all die Näherinnen, die sich immer die neuesten EP-Stoffe kaufen können. Aber hey, ich will ja eigentlich nicht Mainstream-nähen.... Also Gedanken gezügelt und frei nach dem Motto: use what you have, das genommen, was ich habe: Nämlich den allerletzten Rest von dem tollen Hai-Stoff, ein Rest-Streifchen rosa vom Kapuzenkleid und ein eingelaufenes lila Shirt von mir. Pah,bin ich stolz!

Genäht habe ich die Tunika Lotte in Größe 92, irgendwie war ich zwischendurch der Meinung, dass es ein Kleid wird. Es kam mir so lang vor. Inzwischen weiß ich einfach, mein Mädchen ist gut gewachsen *lach* - für ein Kleid fehlen locker 7-10 cm vorn, aber gut vorstellen könnte ich mir das schon.

Ja, und mal wieder hatte ich Schwierigkeiten mit dem Zierstich. Ich bin mir nur nicht sicher, an was das liegt. Ob die Nähmaschine merkt, wenn ich angespannt bin. Ich habe nämlich eigentlich nie Probleme, dass mir der Faden reißt, ABER wann immer ich mal einen Namen sticke oder einen einen schönen auffälligen Zierstich verwende, reißt der Faden - meist genau in der Mitte. *aufreg*
Dafür fand ich es endlich nicht mehr ganz so schlimm die Bündchen anzunähen. Ob es am Jersey lag, weiß ich nicht. Lieblingsbeschäftigung noch immer nicht, aber es wird langsam aber stetig besser.

Die Motte trägt die Lotte gern, sagt zu den Haien immer "Blubb", was soviel bedeutet wie Fisch.

Vielleicht mache ich auf die Ziernaht noch eine Jersey-Blume oder so. Bisher hab ich mich mit solch Deko ja noch nicht beschäftigt, aber dann gibt es keinen Grund mehr mich zu ärgern. *hihi*

Die Tunika Lotte bekommt ihr bei Frau Ninchen.




Mittwoch, 15. Juni 2016

Schlafi gerettet

Kurzprojekt von heut morgen (und es ist erst 10 Uhr)

Gestern abend als ich meine kleine Motte zu Bett gebracht habe, hat sie sich ziemlich aufgeregt, dass ihr Schlafanzug an beiden Füßen Löcher hat. Ich fand außerdem, dass der Schlafi schon sehr knapp geworden ist.

Lösung für gestern abend: Socken drüber

Lösung für heut vormittag: Fußteil abschneiden und als faules Bündchen umnähen.

Jetzt kann sie den Schlafanzug noch eine kleine Weile anziehen. Im Sommer ist ohne Fußteil eh besser, selbst wenn der beginnende Sommer derzeit noch sehr verregnet daherkommt.

Ich bin schon sehr zufrieden: Der Schlafanzug hat dann schon drei Kinder durch. Meinen Sohn, seinen Cousin und nun noch meine Tochter. Soll mal einer sagen, die Sachen von heut taugen nichts mehr. :-)

Dienstag, 14. Juni 2016

Sonntagsspaziergang in Drais

Gestern haben wir einen Sonntagsausflug auf die Felder von Drais gemacht.
Mein Plan war es, die Regenpause zu nutzen, den Kindern ein wenig frische Luft und Bewegung zu geben, damit sie abends ausgeglichen sind. Außerdem müssen sie ja nicht jetzt schon stundenlang Fußballl gucken.
Wir haben jede Menge Schnecken gefunden und gerettet - sprich vom Gehweg an den Rand gesetzt, damit keiner aus Versehen drauf tritt.

Am Feldrand sind die zwei so schön miteinander gelaufen. Es ist so eine Freude zu sehen, wie die beiden sich verstehen, aufeinander eingehen und sich ansehen. (Natürlich gibt es auch bei uns genug Momente, wo es ganz anders läuft.....)

Am Ende haben sie eine einzige wundervolle Schlammpfütze gefunden. Mal im Ernst: Muss man das verbieten?
Sie waren nass und dreckig, aber so glücklich!

Tja, und dann setzte auch der Regen wieder ein: nass von unten, nass von oben und dann ab in die warme Wanne. Was für ein herrlicher Ausflug!

Donnerstag, 2. Juni 2016

Mädel-Bub-Partnerlook

Mein Prinz ist ein Mützenträger. Er liebt Mützen. Wirklich selten geht er ohne aus dem Haus. Für den Sommer hat er eigentlich Basecaps. Aber so wirklich wohl fühlt er sich damit nicht. Seine Begründung: Die Ohren sind dann nicht geschützt.
Tja, und dann zieht er bei 25°C auch noch seine Doppellagige Jersey-Monster-Mütze an. (Und da stelle ich fest, dass davon gar kein Blogeintrag existiert - nicht mal Bilder und die ist echt schön geworden,.... und schon schön verwaschen)

Da mußte ich einfach was tun. Bei uNiKaT gibt es eine Mütze al´s TuTTuT gibt es eine Mütze, einfach genäht, mit Schirm und in Beanieform.

Nun hatte ich noch von dem schönen blauen Piratenstoff, passend zum T-Shirt vom letzten Jahr übrig. Meine Idee: eine Mütze mit rot und ner schönen Jersey-Blume und eine mit blau und Anker oder so - halt für Mädchen und Jungen, gleich aber doch nicht gleich.... Die Schirmbeanie für die Motte war als erstes fertig und der Prinz wollte exakt (!) die gleiche, auch mit rot, ohne Firlefanz - für den perfekten P
artnerlook eben. Um es kurz zu machen: ich habe mich gefügt *g*

Montag, 30. Mai 2016

Ausflug Schmittenstollen

Am Sonntag hat es uns in die Gegend von Bad Kreuznach/Bad Münster am Stein geführt.

Wir haben den Schmittenstollen besichtigt. Ab Bad Münster konnten wir prima den Schildern folgen. Wir haben auch auf dem angegebenen Parkplatz geparkt und es ging  gut ausgeschildert 600m nur bergab zum Schmittenstollen.
Das ist das einzige Quecksilberbergwerk, das für Besucher ausgebaut ist.
Von April bis November werden Führungen angeboten. Im Winter gehört der Stollen den Fledermäusen. Schon beeindruckend, wie diese durch 80m Fels über nur 4 natürliche Lüftungsspalten in den Stollen gelangen, um zu überwintern.
Das ist das alte Werkzeug!
Regelmäßig sonntags gibt es Live-Musik auf der Waldbühne. Die Kinder können auf dem Spielplatz herrlich spielen und toben. Die Erwachsenen können was essen und trinken und sitzen und evtl Musik hören.

Unserer Führung dauerte etwa 1 Stunde - von den 15km Stollen sind wir gerade mal 1,2km gelaufen. Für einen ersten Eindruck reicht das alle Mal. 600 Jahre harte Arbeit und bis das Dynamit erfunden wurde wirklich nur mit Hammer und Pike. Und das ist einer ungeheueren Präzison. Es gab keine Kinderarbeit, die Arbeiter mußten 18Jahre alt sein, aber mit 30 war schon Schluß, und zwar nicht mit der Arbeit, sondern mit dem gesamten Leben. Es haben immer 5 Männer im Stollen gearbeitet. 2 haben geklopft und zwei haben die Steine rausgeschleppt.
Live Musik von Goober
Fazinierend auch, dass an den Lampen feine Moose und Farne wachsen. Die Samen kommen durch die Felsspalten und wachsen bei Kunstlicht. Ansonsten ist die Luft dort einfach nur rein, keine Pollen oder so.
Ab und an gibt es Puppen, die die Bergarbeiter bei der Arbeit darstellen.
Eingang zum Schmittenstollen
Am beeindruckensten fand mein Prinz ein 82m tiefes Loch - und wir standen oben auf dem Gitter und konnten senkrecht nach unten in die unterste Sohle schauen. Dort wurde die Steine mit einem Korb nach oben gezogen.
Es gibt auch Führungen, die 3 Stunden dauern. In diesen kommt man sogar an Stalakmiten vorbei und klettert bis in die unterste Sohle. Hierfür sollte man aber fit sein und für Kinder ist es verboten.

Der Prinz ist gut gelaufen, wollte dann aber irgendwann wirklich nur noch raus. Die Motte habe ich in der Manduca getragen - auf dem Bauch. Ich kenne ja auch nicht die Wege. Nicht, dass ich mich am Ende irgendwo durchbücke und sie sich dann auf dem Rücken den Kopf stößt.
Lemberg Geist
Spielplatz waren dann bestimmt 2 Stunden - eigentlich bis es wieder anfing zu tröpfeln.

Ich denke, es lohnt sich noch ein zweiter Besuch!
Vielleicht kann man dann auch noch ein wenig auf dem Lemberg nach den Geistern suchen gehen. Oder nach den Felsen auf denen die Kirche gestanden haben soll.

Freitag, 13. Mai 2016

Partnerlook: Rock


Ich habe es endlich getan!

Ganz im Ernst, ich bewundere alle, die Partnerlook nähen. Sei es für Mama/Papa und Kind oder für alle Geschwister oder Puppenmama und Puppe oder gleich mal für die ganze Familie! *g*

Und jetzt gibt es auch bei uns im Hause das erste Puppen- und Puppenmama-Set - okay, erstmal nur der Rock. Die Puppenmama ist richtig glücklich und "Nana" darf den Rock nicht mehr ausziehen.

Eigentlich wollte ich am Dienstag ja was ganz anderes machen. Und dann fiel mir wieder der Jumper von meiner Freundin in die Hände. Den hat sie für ihren Sohn genäht und leider einen doofen Anfängerfehler gemacht: Sie hat Webware genommen, obwohl der Schnitt für elastische Stoffe ausgelegt ist. Okay, mir gefiel der Jumper, meine Tochter ist kleiner. Aber selbst sie hat nicht hineingepaßt. Ich habe noch versucht Fledermausarme draus zu machen, damit sie reinflutschen kann. Das ging zwar, aber Bewegung war unmöglich und die Beine bekam ich einfach nicht hinein. Der Stoff gefiel mir und so wanderte das Teil erstmal in meine Kiste.

Und dann die Idee, einfach das zu nutzen, was schon da ist und einen Rock draus zu nähen. Insofern habe ich wirklich kein Schnittmuster genutzt und nutzen können. Ich habe die Arme abgeschnitten und die Beine. Dann habe ich das gerade Teil aus dem Rumpf einmal in der Mitte durchgeschnitten und einmal an der Seite aufgeschnitten. Leider war die Form noch nicht ansatzweise das, was ich mir vorgestellt habe. Also alle Nähte aufgeschnitten und aus jedem Teil ein etwa gleich großes Trapez ausgeschnitten - unter Berücksichtung der Hunde *lol* Alle 6 Trapeze zusammen genäht und oben als Bündchen das Bauchteil von einem zu kurz geratenden Shirt genommen. Zur Sicherheit ein Gummi eingezogen. Unten habe ich den Saum einfach einmal umgeschlagen und abgesteppt.

Für die Puppe habe ich dann die Arme und die Beine genutz - war ein wenig tricky, weil das Muster quasi entgegen meinem Trapez war. Aber es ging. Oben ebenfalls ein Bündchen ran, unten umgenäht und FERTIG ist der PARTNERLOOK!

Donnerstag, 14. April 2016

Tristan zeigt Zähne

Wir machen Urlaub in meiner alten Heimat - in Berlin. Ein wenig Erholung, ein wenig Freunde, ein wenig Familie, ein wenig Unterstützung und ein paar schöne Ausflüge.

Heut haben wir einen Ausflug ins Naturkundemuseum Berlin gemacht. Dort wird derzeit ein T-Rex ausgestellt - Tristan. Und eine Sonderausstellung mit einem Spinosaurier. Genau das richtige für meinen Prinzen.

Wir sind mit Bus und Bahn hingefahren. Die Haltestelle ist ja wirklich fast vor der Tür. Wir waren bestimmt 3 Stunden in dem Museum gewesen. Beide Kinder lieben ja Dinos. Und auch die anderen Ausstellungsstücke: Löwe, 50fach vergrößerte Stubenfliege... es gab einiges zu sehen.

Meine kleine Prinzessin ist auch viel gelaufen und dann in der Manduca eingeschlafen. Ich bin sehr froh, dass ich die Manduca dabei hatte, im Kinderwagen findet sie einfach nicht mehr zur Ruhe.

Und daheim? Ging es gleich noch mal ne knappe Stunde Gassi. Der Prinz hatte selbst danach noch reichlich Energie.